Kolumbien Strand: Die 11 Traumstrände in Nuquí an der Pazifikküste

Lass mich raten: Wenn du an Kolumbiens Strände denkst oder sie googelst, stößt du meistens auf die Strände der Karibikküste. Diese Strände sind auch wunderschön, keine Frage. Doch es wird oft vermittelt, dass die Karibikküste Kolumbiens das Nonplusultra ist, obwohl die wenigsten bisher an der Pazifikküste waren. (Psst: Ist halt noch ein echter Geheimtipp.) Hier, an der abgelegenen Pazifikküste, findest du Kolumbiens Traumstrände, die selbst erfahrene Reisende sprachlos machen.

Der Name Nuquí wird meistens nur beiläufig bei der Aufzählung der schönsten Strände Kolumbiens erwähnt. Damit bin ich nicht d’accord, und so entstand dieser Blogartikel. Erstens, weil du nicht direkt im Ort Nuquí bleibst – hier möchte ich endlich aufklären. Zweitens, weil Nuquí mehr als nur ein Reiseziel ist; es ist ein Erlebnis, das die Seele berührt. Die unberührten, ewig langen, schwarzen Strände, die üppige Vegetation und die gastfreundlichen Einheimischen machen diesen Ort zu einem ganz magischen Ort, einem unvergesslichen Abenteuer. Es verdient sich auf jeden Fall einen eigenen Blogartikel. Drittens, weil sich das sicherlich in der Zukunft ändern wird und die Pazifikküste der Karibikküste den Rang abläuft. Also lohnt es sich, so schnell wie möglich hierher zu reisen.

Bereit für ein Abenteuer abseits der ausgetretenen Pfade? Dann lass uns eintauchen in die schönsten Strände Kolumbiens an der Pazifikküste.



Nuquí - das Fischerdorf und seine Traumstrände

Jeder spricht immer von Nuquí. Viele denken dann, sie fliegen nach Nuquí und seien bereits angekommen, doch in Wahrheit geht es weiter zu den Stränden. So erging es mir zumindest, als ich das erste Mal von El Valle mit dem Boot nach Nuquí kam: Angekommen in Nuquí, dachte ich: „Cool, hier bleibe ich jetzt.“ Doch tatsächlich ging es noch etwa 45 Minuten weiter mit dem Boot zum Dorf Termales, was ich auf jeden Fall empfehlen würde. Wichtige Info: An die Strände kommst du ausschließlich per Boot. Ab Nuquí gibt es keine Autos mehr.

Die Anreise schreckt tatsächlich viele ab, weil man auch nur wenige Infos im Netz findet, doch glaub mir, die Anreise ist es auf jeden Fall wert.

Golfo de Tribuga

Es gibt sogar ein Lied der berühmten Pazifik-Musikgruppe Choquitown mit dem Titel „Nuquí“. Hier singen sie „Yo ya me voy trás de ti a las playas de Nuquí“, was übersetzt heißt „Ich folge dir an die Strände von Nuquí“. Auf jeden Fall reinhören, um sich einzustimmen. ;)

Wie der Songtext suggeriert, ist es auch tatsächlich so: Du kommst zwar in Nuquí an, aber eigentlich bleibst du nicht dort, sondern gehst weiter zu den Stränden von Nuquí.

Die Strände von Nuquí sind besonders bei Surfern beliebt und berühmt, denn hier an der westlichsten Spitze der kolumbianischen Pazifikküste bricht die beste Welle des Landes, bekannt als Cabo Corrientes.

Doch auch für diejenigen, die nicht nur nach Wellen suchen, ist Kolumbiens Pazifikküste ein echter Geheimtipp mit einigen der schönsten Strände des Landes, die fast für sich allein sind. Im Gegensatz zu den oft überfüllten Stränden der Karibikküste entwickelt sich hier gerade erst der Tourismus.


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  1. Termales (Surferstrand) 

Termales ist nicht nur die Nummer eins meiner Aufzählung, sondern auch mein absoluter Top-Favorit, wenn es um einen Aufenthaltsort in der Umgebung von Nuquí geht. Für mich ist es der absolute place-to-be und mein persönlicher Lieblingsort in ganz Kolumbien. Einerseits gibt es hier in unmittelbarer Nähe die besten Wellen, andererseits ist Termales das Dorf, das bisher am besten für Touristen ausgestattet ist. Neben den traumhaften, endlos langen Stränden überzeugt Termales mit seinem kleinen, bunten und sehr gastfreundlichen Dorf. So wie der Name „Termales“, übersetzt als „Thermen“, verrät, gibt es hier natürliche heiße Quellen mitten im Dschungel.


2. Pangí

Pangui ist das erste Dorf nach der nach Nuquí und besonders interessant für Besucher, die eine indigene Gemeinschaft der Emberá kennenlernen möchten. Die Emberá sind bekannt für ihre reiche Kultur und Traditionen, die sie in Pangui lebendig halten. Hier kannst du authentische Einblicke in ihre Lebensweise gewinnen und mehr über ihre Bräuche erfahren. Pangui bietet zudem eine malerische Umgebung mit grünen Hügeln und ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge in die umliegende Natur.


3. Joví 

Joví, wie auch Coquí, ist für seine Gastronomie bekannt, besonders wegen einer besonderen Frau namens Irma, die seit fast 10 Jahren das Restaurant Choiba betreibt. Bei meiner ersten Gruppenreise war das Essen hier das absolute Highlight. An der Pazifikküste ist überall gutes Essen zu finden, besonders wenn man Fisch mag, aber bei Irma gibt es das beste Essen. Joví selbst ist ein kleines und außergewöhnlich sauberes Dorf, das großen Wert auf Mülltrennung legt. Nach einem Mittagessen bei Irma sollte man unbedingt eine Kanufahrt entlang des Flusses Joví unternehmen und ein Bad in den versteckten Wasserfällen nehmen, um die natürlichen Pools zu genießen.


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4. Coquí

Coquí ist mein zweiter Anlaufpunkt als Aufenthaltsort nach Termales. Besonders bekannt ist das Dorf für das Restaurant der Zoteas, das für die beste Küche des Pazifiks bekannt ist. Hier kannst du die köstliche lokale Küche genießen und die kulinarischen Höhepunkte der Region entdecken. Außerdem hast du in Coqui die Möglichkeit, eine Kanufahrt durch die Mangroven zu unternehmen.


5. Guachalito 

Guachalito ist nicht wirklich ein  Dorf; sondern eher ein Strandabschnitt mit denluxuriösesten Hotels in Nuquí, wie das Piedra Piedra. Die Hotels sind in die Felsen eingebettet und bieten daher ideale Bedingungen zum Schnorcheln. Die Kulisse ist filmreif mit atemberaubenden Aussichten. Egal in welchem Dorf du übernachten wirst,  ich empfehle die Küstenwanderung nach Guachalito, die ein unvergessliches Erlebnis bietet. In Guachalito angekommen, solltest du dich unbedingt auf die Suche nach Diego machen - einfach nachfragen. Hier bekommst du in der Route des Viches, den Herstellungsprozess des lokalen Rohrzuckerschnaps gezeigt inkl. Verkostung am Ende.

In diesem Sinne: Cheers to Colombia!


6. Terco (Surferstrand)

Fußläufig von Termales liegt der Strand Terco, der besonders für Surf-Beginner geeignet ist. Der gleichnamige Felsen Terco bietet eine beeindruckende Aussicht. Eine Treppe führt hinauf zu einer wunderschönen Aussichtsplattform (Mirador). Eine Reisende sagte einmal zu mir: „Hier sieht es aus wie in Avatar, der Filmproduzent von Avatar muss doch zur Inspiration hier gewesen sein.“ Die Strecke von Termales nach Terco ist übrigens auch meine Laufstrecke, und ich lege immer eine Pause auf dem Felsen ein. Der Strand Terco ist ein absoluter Traumstrand für alle, die ihre ersten Surferfahrungen sammeln möchten.


7. Tercito (Surferstrand)

Weiter geht es in Richtung Tercito, dem kleinen Bruder von Terco. Dieser kleinere Felsen kann zwar nicht bestiegen werden, bietet aber trotzdem eine beeindruckende Kulisse. Der Abschnitt von Terco bis Guachalito ist mein Lieblings-Strandabschnitt mit einer wirklich traumhaften Naturkulisse. Zwischen Terco und Tercito kannst du auch den Wasserfall der Liebe („Cascada del Amor“) besuchen.

Auch Tercito ist ein absoluter Traumstrand für Surf-Beginner.


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8. Arusí

Arusí ist das größte Dorf der Gemeinde und liegt direkt neben Termales, nur durch einen Fluss getrennt. Arusi bildet die Spitze der Gemeinde Nuquí und ist auch das letzte bewohnte Dorf. Es bietet Besuchern die Möglichkeit, mit einem Kanu den Fluss Arusí in den Dschungel hinein zu erkunden. Zudem gibt es eine 8 km lange Wanderung durch den Dschungel, die in Arusí startet und zur Playa Amargal führt. Die Kombination aus Flussfahrt und Wanderung macht Arusí zu einem idealen Ausgangspunkt für Naturliebhaber und Abenteurer.


9. Playa Brava (Surferstrand)

Nach der Spitze von Arusí folgen die wilden und unerschlossene Strände, die sich perfekt zum Surfen eignen. Ab hier wird es etwas felsiger, also eher für Fortgeschrittene geeignet.

Nach den ersten Surfstunden in Termales, Terco und Tercito geht es auf der anderen Seite von Termales in Richtung Arusi mit den besten Surfspots für Intermediates los. Den Anfang macht Playa Brava, ein Traumstrand für fortgeschrittene Surfer, die hier den kompletten Strand für sich haben. Bei Flut verschwindet der Strand komplett unter Wasser, was eine spannende Herausforderung darstellt: Du musst mit dem Surfboard zum Boot zurückpaddeln. Die beeindruckende Naturkulisse und die kraftvollen Wellen machen Playa Brava zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle, die ihre Surf-Fähigkeiten weiterentwickeln möchten.


10. Playa Amargal (Surferstrand)

Weiter geht es mit der Playa Amargal. Dieser wunderschöne Strand bietet nicht nur traumhafte Natur, sondern auch zwei gemütliche Unterkünfte, die perfekt für einen entspannten Aufenthalt geeignet sind. Wichtig: Man muss sich vorher anmelden, um eine Unterkunft zu sichern. Playa Amargal ist ein hervorragender Ort zum Surfen und zieht sowohl Einheimische als auch Touristen an, die die kraftvollen Wellen und die idyllische Umgebung genießen möchten. Hier kannst du den Tag mit Surfen verbringen und mittags in einer der Unterkünfte entspannen, während du den Sonnenuntergang über dem Pazifik beobachtest. Eine Surf-Tour mit verschiedenen Surfspots ist hier sehr empfehlenswert, zum Beispiel von Termales nach Playa Brava und Playa Amargal.


11. El Cabo Corriente (Surferstrand)

Okay, Cabo Corrientes ist nicht wirklich ein Strand, aber in dieser Aufzählung darf es auf gar keinen Fall fehlen. Es ist sozusagen das große Finale für alle, insbesondere für die Surf-Profis. Hier bricht die beste Welle des kolumbianischen Pazifiks. Und das Beste daran: Du hast sie ganz für dich allein. In der Hauptsaison kannst du sogar Glück haben und mit Walen zusammen surfen. Selbst wenn du kein Surf-Profi bist, ist Cabo Corrientes ein absolutes Muss. Besonders während der Walsaison kannst du hier unzählige Wale beobachten. Die aus dem Meer ragenden Felsen und die steile Küstenwand, die mit Moos bedeckt ist, wirken wie aus einer anderen Welt. Ein wirklich magischer Ort.


Wie komme ich an die Strände von Nuqui?

Wie bereits erwähnt, erreichst du die Traumstrände von Nuquí ausschließlich per Boot. Nach deiner Ankunft in Nuquí kannst du entweder das öffentliche Speedboat nehmen, das einmal täglich um 13 Uhr vom Touristenhafen abfährt. Die Kosten betragen etwa 65.000 COP (ca. 16 €). Du musst dem Bootsfahrer nur dein Ziel mitteilen. Viele Unterkünfte bieten auch einen Bootstransfer vom Flughafen aus an.

Für ausführliche Tipps zur Reiseplanung entlang der Pazifikküste Kolumbiens, einschließlich Nuquí, findest du alles Wissenswerte in meinem Blogartikel „Kolumbiens Pazifikküste: Wertvolle Tipps zur Reiseplanung“.


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Fazit: Nuquí mehr als nur schöne Strände 

Nuquí und seine traumhaften Strände an der Pazifikküste Kolumbiens sind ein verborgenes Paradies, das auf seine Entdeckung wartet. Abseits der überfüllten Karibikküste bietet Nuquí unberührte Natur, beeindruckende Wellen und eine einzigartige Atmosphäre, die jeden Besucher verzaubert. Von den heißen Quellen in Termales bis zur majestätischen Einsamkeit von Cabo Corrientes bietet jede Station entlang dieser Küste unvergessliche Erlebnisse. Ob du ein Surfer auf der Suche nach der perfekten Welle bist oder einfach nur die Ruhe und Schönheit der Natur genießen möchtest, Nuquí wird dich mit seiner Authentizität und seiner Magie verzaubern. Bereite dich darauf vor, abseits der ausgetretenen Pfade zu reisen und die Schätze zu entdecken, die die Pazifikküste Kolumbiens zu bieten hat. Es lohnt sich, diesen einzigartigen Teil Kolumbiens zu erkunden, bevor es entdeckt wird.

 

Vanessa Bulla

Aka La Vagabonda, Kaffeeliebhaberin & Kolumbien-Expertin

Meine Mission ist es, nachhaltige Reisen zusammen mit Locals zu planen, damit du das echte Kolumbien auf authentische und abenteuerliche Art erlebst. Seit fast 10 Jahren in Lateinamerika unterwegs, doch mein Herz habe ich letztendlich an das aufregendste und vielseitigste Land, Kolumbien, verloren.

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